WordPress to go

So, ich hab mir jetzt endlich die kostenlose WordPress-App heruntergeladen. Bin mir noch nicht sicher ob ich von unterwegs wirklich meinen Blog befühlen will. Aber mal schauen.

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UX Mythen

Zwei ungarische UX Designer haben das Projekt UX Myths ins Leben gerufen. Auf ihrer Website decken sie eine Reihe von Missverständnisse rund um User Experience auf. Bis jetzt sind es 30 an der Zahl.

UX Myths collects the most frequent user experience misconceptions and explains why they don’t hold true. And you don’t have to take our word for it, we’ll show you a lot of research findings and articles by design and usability gurus.

Meine Favorites sind

#3: People don’t scroll
Das ist eigentlich ein alter Hut. Leider aber immer noch weitverbeitet. Ich denke, so Ende der 90er sind ein paar schlaue Marketing-Füchse und sogenannte “Consultants” durch die Unternehmen missioniert und haben den Leuten eingepredigt: “Alles muss unbedingt im sichtbaren Bereich sein”.

#20: If it works for Amazon, it will work for
Das würde es uns UX Designern leicht machen. Wir zücken einfach bei jedem Kunden Amazon als unseren Super-Benchmark und machen es genauso. Aber erstens machen die auch nicht alles richtig und zweitens ist Amazon halt Amazon und das ist in den wenigsten Fällen übertragbar.

#27: UX Design is about Usability
Ich hab die Erfahrung gemacht, dass die Begriffe bei Kunden wahlfrei ausgetauscht werden. Kann man ihnen aber nicht verdenken. Das Thema ist halt komplex. Da ist noch etwas Missionärs-Arbeit zu leisten. Leider kenn ich aber auch Professionals, die beides durcheinander werfen, womöglich der Einfachheit wegen. Usability ist beim Kunden halt schon gelernt.

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Umzug

Zum Beginn des Jahres bin ich als Informationsarchitekt zum denkwerk gewechselt. Nach nun einem guten Monat kann ich sagen, es hat sich einiges geändert. Mein Weg zur Arbeit ist nur noch halb so lang. Das denkwerk ist wesentlich größer als mein letzter Arbeitgeber und damit kommt auch mehr Organisation und festere Strukturen dazu. Ich bin in ein laufendes Groß-Projekt eingestiegen. Auf mich warten jetzt also ein paar anspruchsvolle Herausforderungen. In meinem User Experience Team bin ich super aufgenommen worden. Ich bin gespannt wie’s weitergeht…

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The History of Social Media

History of Social Media

Eine nette Visualisierung, die zeigt, das Social Media an sich nicht ganz neu ist. Einige Glühwürmchen (z.B. Second Life) am Social Media Himmel sind mittlerweile auch schon wieder erloschen.

via
http://www.sosyalmedyapazarlama.com/2010/11/23/sosyal-medyanin-tarihi/

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Was ist bloß mit der Packstation los?

Ich weiß schon, warum ich mir damals vorgenommen hatte, nie wieder was an eine Packstation liefern zu lassen. Ich wurde damals quer durch Bonn geschickt, mußte zwei Bahntickets lösen, umsteigen und meine Pause überziehen.

Bestellt hatte ich ein Päckchen an die Packstation am HBF in Bonn. Die war dann voll. Deshalb wurde mein Päckchen einen Tag später in der nächsten Postfiliale hinterlegt. So weit so gut. Nur war die angeblich nächste Filiale laut Google 2,3 km von der Packstation entfernt. Häh? Dazu kam, dass ich das Päckchen dann später auch noch zurückschicken musste. Alles in allem keine besonders positive Kauferfahrung.

Das war bei weitem nicht meine erste Negativ-Erfahrung. Dazu zählen auch mehrmalige Ausweichlieferungen an Filialen, deren Öffnungszeiten absolut nicht mit meinen Arbeitszeiten vereinbar waren oder Shops, die nicht an Packstationen liefern, das vorher aber nicht gesagt hatten. Zum Glück bin ich ein geduldiger Mensch.

Jetzt wollte ich der Packstation doch noch mal eine Chance geben, trotz 15 min. Fußweg in meiner Mittagspause. Übrigens direkt neben einer Postfiliale, nur zur Sicherheit. Dort angekommen wurde die Packstation gerade von einem DHL-Mitarbeiter mit Päckchen gefüttert. Schon als ich noch einige Schritte entfernt war raunte der Typ mich an: “Dat dauert noch!”. Als ich dann nett fragte, ob ich kurz dazwischen mein Päckchen rausholen dürfe, überraschte mich die Antwort…“Nää!” (Pause) “Sie sehen doch dat ich hier am auffüllen bin. Dat dauert noch mindestens 45 Minuten.” Das war um 13:30 Uhr. Also keine Grenzzeit, zu der eh niemand mehr draußen unterwegs ist.

Na gut. Vielleicht ist der >45 Minuten andauernde Packstation-Befüllungsprozess derart komplex, dass die Mitarbeiter diesen auf keinen Fall unterbrechen können. Vielleicht wird der Mann auch nach Akkord bezahlt und jede Verzögerung bedeutet Lohnabstriche. Weiß ich nicht. Mir auch egal. Auf jeden Fall hat DHL mich eiskalt abserviert.

Ich muss mich wohl von dem blumigen Gedanken befreien, dass die Packstation aus der Intention heraus geboren wurde dem Kunden einen Service zu bieten. Letztendlich war es wohl doch mehr ein Kind fleissiger Unternehmensberater, um Kosten sparen und Filialen schließen zu können.

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Herrlich undigital und trotzdem gut

Kürzlich wurde ich gefragt, was denn für mich das beste (interaktive) nichtdigitale Produkt sei. Erstaunlich ist, dass ich tatsächlich erst mal überlegen musste, was von den tollen Erfindungen, die ich tagtäglich nutze nicht digital ist. Und außerdem, nach welchen Maßstäben beurteile ich überhaupt, ob ein Produkt wirklich gut ist. Nach wenigen Milisekunden geistiger Anstrengungen antwortete ich relativ spontan: “Ein Buch”.

Es gibt sicherlich einige tolle Produkte, die einem das Leben erleichtern und die hier erwähnenswert wären. Trotzdem stehe ich zu meiner Antwort. Ein Buch muss schon etwas Besonderes haben, denn seit hunderten von Jahren benutzen es Millionen von Menschen in nahezu unveränderter Form. Ein Grund ist sicher die Einfachheit. Wenn ein Buch eine eingebaute Kordel hat, die man als Lesezeichen verwenden kann, dann ist das auch schon fast als komplex zu bezeichnen. Ein Buch hat keinen schnickschnack und kann von nahezu Jedem bedient werden. Basta.

Dazu kommt, dass es eine herrlich undigitale Abwechslung ist, wenn man sonst stundenlang auf Millionen von Flüssigkristallen starrt.

Im Moment lese ich übrigens gerade “Der futurologische Kongress” von Stanislaw Lem. Genialer Sci Fi-Stuff, der 1971 seiner Zeit weit voraus war. Ich bin noch nicht ganz durch, gebe aber jetzt schon meine Empfehlung.

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Kann Jet Li Google retten?

Jet Li (Quelle: wikipedie.de)

Jet Li (Quelle: wikipedie.de)

Google hat bisher in Social Media noch nicht so recht Boden gefasst. Egal ob Buzz, Wave oder Orkut. Richtig durchgesetzt hat sich nichts davon. Wave wurde sogar vor kurzem als eigenständiges Produkt komplett beerdigt. In einem Artikel von iBusiness heißt es, Google habe nicht die passende Philisophie für Social Media…

Zukünftig sollen  Celebrities helfen:

“…Google solle zum Start eines sozialen Netzwerks eine Reihe beliebter Celebrities engagieren, die sich als Testimonials zur Anwesenheit auf Google Me begeistert bekennen. Seine Liste umfasst die derzeit üblichen Verdächtigen von Lady Gaga, Justin Bieber und Megan Fox für die jüngeren Zielgruppen bis hin zu Bruce Willis, Jason Statham und Jet Li für die Nutzer fortgeschrittenen Alters.”

Hier gehts zum Artikel von ibusiness

Um den Artikel in voller Länge lesen zu können, muss man sich kostenlos registrieren.

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Der Fluch der Quick Wins

Wenn ein Kunde in einem Meeting davon anfängt, er wolle eine Lösung um Quick Wins zu generieren, würde ich am liebsten aufstehen und den Raum verlassen. An sich habe ich nichts dagegen, schnelle Erfolge in einem Projekt aufzuzeigen. In den letzten Monaten sind Quick Wins für mich aber zum Unwort geworden.

Es bedeutete nichts anderes als: User finden die Webanwendung des Kunden oder Teile davon nicht gut, finden die gesuchten Infos nicht, können es nicht richtig bedienen usw. Was letztendlich zur Folge hat, dass die Nutzerzahlen in den Keller gehen. Dann wird laut nach externer Hilfe gerufen, um möglichst ohne Budget und ohne Zeit alles wieder gut zu machen.

Für den UX Designer heißt das, ohne Recherche, ohne Analayse und erst recht ohne Strategie die Anwendung einen Hauch weniger schlecht zu machen als sie vorher war. Denn für alles andere will Kunde kein Geld ausgeben. Dass man eigentlich die Anwendung in die Tonne treten müsste und alles neu designen, damit braucht man dem Kunden erst gar nicht zu kommen. Totschlagende Argumente bei Quick Wins sind immer: “Dafür haben wir kein Budget” oder “Änderungen an der IT können wir uns zeitlich nicht leisten, dann landen wir ja in 2011″
Dann würde ich am liebsten sagen, “Hättet ihr vor dem Launch eurer blöden Anwendung ein bisschen darein investiert, eure User zu verstehen….” Den Rest kann man sich ja denken.

Eine Weitere Abart von Quick Wins ist, das sie in der Regel nicht dazu dienen wirkliche Verbesserungen in der User Experience herbeizuführen, sondern dazu, vor dem Vorgesetzten zu glänzen.

Eine wirklich unschöne und unproffesionelle Art zu arbeiten. Aber irgendwie begegnen mir solche Anfragen in letzter Zeit sehr oft. Nehmt euch in Acht vor dem Fluch der Quick Wins!

Eine Definition von echten Quick Wins findet ihr hier.

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Design principles for Interaction Design

Ein lesenswerter Beitrag zum Thema Interaction Design aus der Blogpost-Reihe “UX design framework”. In seinem Beitrag beschreibt James Kalbach die wichtigsten Grundsätz für erfolgreiches Interaction Design:

  • Progressive disclosure
  • Affordance
  • Confirmation, Errors and Forgiveness
  • Fitts law
  • Constraints
  • Control
  • Cost benefits

“Undoubtedly interaction design is a design discipline that has become a defining element of UX. (…)  The following principles reassert this notion that many interaction design issues are born out of preconceptions of what a user expects to be able to do with the interface they are presented with.”

Zum vollständigen Artikel

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Gut oder böse: E-Mail Deflection

Immer häufiger trifft man online auf E-Mail Deflection. Das bedeutet übersetzt “E-Mail-Ablenkung” oder “E-Mail-Umleitung”. Das trifft es nicht ganz. Aber einen griffigen deutschen Begriff habe ich noch nicht gefunden. Wer eine Idee hat, darf die gerne posten!

E-Mail Deflection ist Teil einer Kontaktvermeidungsstrategie, die gerade im E-Commerce Anklang findet. Es geht ganz einfach darum, die Kosten für (elektronische) Kontaktanfragen zu reduzieren. Denn wie jeder weiß, kostet die Beantwortung von Anfragen das Unternehmen halt Geld.  Bei Hotlines werden zumindest Teile der Kosten über die Gebühren reingeholt. Aber E-Mail kostet den Schreiber halt nichts. Am schönsten wäre es für die Unternehmen, wenn gar keine Anfragen, Probleme oder Fragen per E-Mail reinflattern.

Mit E-Mail Deflection wird versucht, Kontaktanfragen möglichst schon automatisiert zu beantworten, bevor eine E-Mail an den Kundenservice gesendet wird. Das ist technisch machbar und bringt im Idealfall allen was. Dem User, weil er eine sofortige Antwort bekommt und nicht auf den Kundenservice warten muss und dem Unternehmen, weil keine manuelle Bearbeitung stattfindet.  Das hört sich in der Theorie gut an.

In der Praxis begegneten mir bisher vor allem zwei Mechanismen:

  • Nach dem Wunsch der Kontaktaufnahme wird der User zunächst aufgefordert sein Anliegen anhand von vordefinierten Fragen/Antworten zu spezifizieren. Konnte auch nach mehreren Iterationen kein passendes Ergebnis vom System geliefert werden, darf der User endlich ein Kontaktformular ausfüllen und absenden.
  • Ein anderer Weg ist, dem User das Kontaktformular direkt zu präsentieren. Die dort eingegeben Antwort wird im Anschluss durch ein Suchsystem analysiert und interpretiert, woraufhin dem User vordefinierte Fragen/Antworten ausgespuckt werden. Erst wenn dort nichts passendes dabei ist, kann der User seine Anliegen per E-mail versenden.

Im Idealfall und bei gutgelaunten Usern sind beide Wege sicher machbar. Nur, sind User häufig nicht (mehr) so gut gelaunt, wenn sie einen Anlass sehen, persönlichen Kontakt aufzunehmen. Getrübt wird die gute Laune weiter, wenn immer wieder die gleichen unpassenden Standardantworten auf sein Anliegen hin präsentiert werden. Bei beiden Verfahren gibt es für den User Esperience Designer viele Stellschrauben, an denen gedreht werden kann.

Beispiel: eBay

Vor Kurzem tat sich bei mir nach Abschluss einer Auktion ein Problem auf. Ich durchforstete erst mal die Online Hilfe, die FAQ und die Community nach einer Lösung. Irgendwann, nachdem ich immer noch nicht fündig geworden war, wollte ich eBay eine E-mail schreiben. Schließlich wurde mir das ja schon auf mehreren Seiten angeboten (“eBay kontaktieren”). Auf der folgenden Seite wird man von einer nett lächelnden Dame mit Headset freundlich aufgefordert eine Frage zu stellen.

Auf meine Frage bekomme ich auch eine automatische Antwort. Die gleiche, die ich bei meiner vorherigen Recherche auch schon bekam. Zum Glück gabs dann den Button “Schreiben Sie uns eine E-Mail”. Das hab ich dann auch gemacht. Nach kurzer Zeit bekam ich eine automatisierte Antwort auf meine Anfrage… “Um Ihr Anliegen so schnell wie möglich beantworten zu können, senden wir Ihnen einige Informationen automatisch zu. Wenn Sie weitere Fragen haben, antworten Sie einfach auf diese E-Mail. Wir werden Ihnen dann persönlich antworten.” Der Rest der Mail war in etwas ausführlicherer Form die Meldung, die ich schon als Ergebnis auf das Eintippen meiner Frage bekam. Und 1:1 der Text, den ich bei meiner Recherche schon unter  Hilfe gefunden hatte.

Ich bekam also drei mal exakt die gleiche Hilfe angeboten, bevor ich mein Anliegen mit jemandem persönlich klären durfte. denkt eBay, ich hätte es bei den ersten beiden Malen nicht geschnallt? Zum Glück bin ich ein geduldiger Mensch. Und es gibt mit Sicherheit E-Commerce Unternehmen, die es weniger elegant lösen, als eBay. Aber ein bisschen verschaukelt sollte sich der User doch vorkommen.

Übrigens findet man E-Mail Deflection oder Mail Deflection (noch) nicht in der Wikipedia. Dafür bekommt man Call Deflection angeboten, was für die Rufumleitng beim Telefonieren steht.

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